Schwarzarbeit nein danke

Bis ins vergangene Jahr hinein hatte der Arbeitsmarkt ja starke Zuwächse zu verzeichnen. Immer mehr Arbeitslose fanden einen Job. So hieß es jedenfalls. Die Bundesagentur für Arbeit ist zwar auch ein Meister der Zahlenschieberei, aber dennoch bestätigte auch der Arbeitsmarkt mehr Arbeitnehmer. Und das ließ besonders im Handel die Kassen klingeln. Denn mehr Menschen mit höheren Einkommen können auch mehr ausgeben. Auch wurde wohl von privater Seite aus mehr in höhere Werte investiert, so dass der Arbeitsmarkt in vielen Branchen den Aufschwung erlebte. Aber nun, wo die Krisenstimmung immer näher rückt wird vermutet, dass (spätestens zum Ende diesen Jahres) die Leute wieder Angst um ihre Arbeitsplätze bekommen. Das hat nicht nur zur Folge, dass die Menschen weniger Geld ausgeben. Die Schwarzarbeit dürfte ebenfalls wieder ansteigen. Das hat sich immer wieder gezeigt, wenn mehr Menschen arbeitslos waren. Und die Behörden sind machtlos, weil ihnen zu wenig Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Und so machen viele Betriebe ordentlich Kasse, weil sie durch Schwarzarbeit Sozialversicherungsbeiträge sparen. Diese Gewinne werden als Chefgehalt genutzt, oder ins Firmenkapital investiert oder es werden weitere Schwarzarbeiter davon angeheuert. Der hieraus entstehende Schaden ist nicht nur kommunal ein erheblicher Störfaktor. Auch Bundesweit entsteht ein erheblicher Schaden, der kaum zu errechnen ist, wenn man alle Schwarzarbeiten zusammenrechnet. Sicher gibt es auch Bestechungsversuche seitens der Unternehme gegenüber den lokalen Behörden. Ich hoffe aber, dass hier nicht die Kassen klingeln. Denn dann wäre es seitens der ehrlichen Arbeitgeber beinahe vergebens gewesen, Arbeitsplätze zu schaffen oder anderweitig zu investieren. Nicht nur Investitionen in neue Gebäude oder neue Einrichtungsgegenstände. Wo Geld fließt – zumindest bei Bargeldgeschäften – ist eine oder ein erforderlich. Auch hier könnte so manche Investition durch Schwarzarbeit der Konkurrenz sinnlos gewesen sein, weil der ehrliche Betrieb durch Umsatzeinbußen vielleicht Insolvenz anmelden muss. Doch will ich hier nicht den Teufel an die Wand malen. Die meisten Betriebe sind ehrlich und zahlen am Ende eigentlich drauf. Es gibt viele Branchen, wo mit Schwarzarbeit gemacht wird. Nicht nur im Baugewerbe, auch die Gastronomie und das Gewerbe der Gebäudereinigung sind prädestiniert für Schwarzarbeit. Viele private Haushalte haben „Bekannte und Freunde“, die hier beim Putzen helfen und ein kleines Dankeschön dafür bekommen. Eigentlich müsste hier Meldung an die Krankenkasse gegeben und ein Minijob deklariert werden. Doch auch in der Gastronomie gibt es wie gesagt einige Mitarbeiter, die nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Das lässt die Einnahmen des Betriebes steigen, aber die Arbeitnehmer sind weder kranken- noch rentenversichert. Auch die Arbeitslosenversicherung wird nicht bedient. All diese Beträge kommen den Einnahmen des Gastronomen zugute. Und das ist nicht nur strafbar, sondern auch ungerecht den Mitarbeitern gegenüber. Man kann dem Unternehmer, egal aus welcher Branche, nicht einmal positiv anrechnen, dass diese Mehreinnahmen als Investitionsgrundlage zu verwenden sein könnten. Da ist es unwichtig, ob in dann doch offizielle Arbeitsplätze investiert wird, oder in Geschäftsausstattung, Arbeitssicherheit oder und , die ja auch für viele Betriebe wichtig sind. In jedem Fall ist meine Meinung dazu, dass Schwarzarbeit hierzulande nichts zu suchen hat und bei jeder Aufdeckung härtest möglich bestraft werden sollte.

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